Meine große Liebe

Beitrag von Jonathan

Jonathan ist Mitbegründer von JELIEBT.de. Sein Herz schlägt dafür, dass Menschen die Liebe und Geborgenheit erfahren, die er tagtäglich erlebt.

23. Januar 2021

Heute erzähle ich dir, wie ich meine große Liebe gefunden habe. Also mach es Dir mit einem Cappuccino gemütlich und komm mit in meine Welt. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da wünschte ich mir nichts sehnlicher als eine Freundin. Und genau diesen Wunsch trug ich auch an Gott heran. Doch es geschah…. NICHTS. Monate und Jahre vergingen. Wieso funktionierte es bei den Anderen und nur bei mir nicht? Hat Gott überhaupt mein Gebet gehört oder war das mit dem beten alles nur eine Illusion? Diese und andere Fragen schwirrten in meinem Kopf umher. Ich hatte berufliche Erfolge und weil wir in einer „Schein-“ Gesellschaft leben auch genügend Zeit, um alle möglichen Scheine zu machen: Einen Motorradführerschein, Kletterschein, Tauchschein, Motorboot- und Segelscheine, drei Funkscheine, einen Rettungsschwimmer Gold – Schein und natürlich einen Erste – Hilfe – Outdoorschein mit spritzendem Kunstblut. Man weiß ja nie, was man alles im Leben noch so gebrauchen kann…

Und dann kam der Tag X, an dem ich eine Frau kennenlernte, die ich mehr als nur interessant fand – und der es mir gegenüber scheinbar auch so ging. Da wir etwas weiter voneinander entfernt wohnten, lernten wir uns mit Hilfe Digitaler Hilfsmittel kennen – Also diesen Erfindungen der Neuzeit, von denen unsere Urgroßeltern noch einen Schock für´s Leben bekommen hätten, wenn sie damit konfrontiert worden wären. Nunja, zumindest konnten wir uns dadurch viel besser kennenlernen, denn wir entdeckten durchs schreiben und telefonieren, wie der andere denkt, was ihm im Leben wichtig ist. Diese Phase wird meiner Meinung nach oft zu schnell übersprungen, weil sich sonst die Frage ergeben könnte, wen man da eigentlich küsst. Naja, für uns stellte sich die Frage aber aus bekannten Gründen nicht (für alle, die jetzt denken, wir hätten die Katze im Sack gekauft: Natürlich haben wir uns auch Face to Face kennegelernt, aber durch die Entfernung war das nicht immer möglich ; ). Aber ich machte die Erfahrung, dass Schmetterlinge auch durchs Telefon fliegen können. Als in mir der Entschluss gereift war, dass ich mit dieser Frau mein Leben verbringen möchte, hielt ich um ihre Hand an. Um den ganzen eine besondere Note zu geben, entschied ich mich für den Ort, von dem Steffi schon öfters geschwärmt hatte: Quedlinburg. Dazu wählte ich den schönsten Sandsteinfelsen (zugegeben, es war auch der Einzige), den ich in der Nähe finden konnte und legte einen eigenen Geocache, in den ich den Verlobungsring platzierte. Der Ring wartete also einsam und vergraben auf die neue Besitzerin, die sich ca. 300 km entfernt befand und die ich zunächst einmal hierhin locken musste. Bis dahin hoffte ich, dass sich in der Zwischenzeit kein anderer Besitzer findet. Weißgold war sowieso nicht für jeden Laien als Gold zu erkennen und außerdem passte er ja auch nur auf schmale Finger. Also was sollte schon schiefgehen? Zwei Tage später machte ich mich mit Steffi also schon auf den Weg. Sie ahnte selbstverständlich NICHTS und hatte natürlich auch noch NICHT mit ihren Freundinnen darüber spekuliert, ob ich sie fragen würde 😉 300 km  – Ausflüge sind ja das normalste der Welt, was man an so einem Herbsttag normalerweise zurücklegt. Zumindest zum Teil konnte ich sie überraschen, denn ich spielte ihr die ganze Zeit den Ahnungslosen Mitsucher vor und als sie dann den Ring fand war sie schon etwas perplex. Zum Glück aber nicht wegen meiner Frage, ob sie meine Frau werden möchte. Dies beantwortete sie mit einem kurzem „ja“, was soviel hieß wie „ich will“ und „wie kommt der Ring eigentlich hierher?“ Als wir diese wichtigen Dinge geklärt hatten, sagte sie etwas, das wirklich mein Herz total berührte. Sie meinte, dass sie mir dies nicht vor unserer Verlobung sagen wollte, da sie mich nicht in meiner Entscheidung beeinflussen wollte. **Trommelwirbel** Ungefähr fünf Jahr zuvor sei sie morgens aufgewacht und hatte folgende Gedanken im Kopf: „Dein Ehemann wird einmal Jonathan heißen“. Diese Gedanken waren verbunden mit einer tiefen Gewissheit und sie wusste, dass nur Gott so zu ihr sprechen konnte. Damals kannte sie keinen Jonathan und fragte sich die ganze Zeit, warum Gott ihr dies so deutlich gesagt hatte. Erst, als sie mit mir zusammenkam erinnerte sie sich an diese Situation von damals. Und jetzt kommt das krasse: Genau zu dieser Zeit fragte ich Gott und klagte ihn fast schon an „Warum erhörst du meine Gebete nach einer Partnerin nicht? Kommen meine Gebete überhaupt bei dir an?“ Als Steffi mir dies erzählte, wurde mein Herz von der Liebe Gottes berührt und ich erkannte, dass er meine Gebete schon von dem Moment gehört hatte, als ich sie aussprach. Damals war nur noch nicht die richtige Zeit und rückblickend kann ich mit voller Überzeugung sagen: Es war sehr gut so und wenn ich diese Jahre noch einmal leben könnte, würde ich es genauso wieder machen.

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